Wieder Fahrwerksprobleme bei Stealth-Jäger?
F-22 Raptor verunglückt beim Start

Aufgrund der begrenzten Stückzahl tut der US Air Force jeder Ausfall einer F-22 besonders weh. Nun hat es wieder eine Raptor erwischt – und wieder steht eine bereits berüchtigte Komponente im Mittelpunkt.

Verunglückte F-22 auf Startbahn mit Feuerwehr
Foto: Air Force amn/nco/snco via Facebook

Einmal im Jahr veranstaltet die Georgia Air National Guard die Übung "Sentry Savannah". Mit von der Partie ist auch die 71st Fighter Squadron aus Langley mit ihren F-22. Allerdings begann das Manöver im wahrsten Sinne des Wortes holperig. Eine Raptor machte am 6. Mai gegen 11.30 Uhr Ortszeit auf dem Savannah Hilton Head International Airport unliebsamen Kontakt mit der Oberfläche der Startbahn.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogenen Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzbestimmungen.

Unfall beim Start

Wie das dort stationierte 165th Airlift Wing mitteilte, blieb der betroffene Pilot unverletzt. "Der Vorfall wird untersucht", sagte die Einheit. Weitere Details sind derzeit nicht verfügbar. Auf sozialen Netzwerken veröffentlichte Fotos des Stealth-Jägers zeigen die stark nach rechts gekippte Maschine mit offenem Cockpit. Der Pilot musste seinen Schleudersitz nicht benutzen. Die Position legt ein Problem mit dem Fahrwerk nahe. Kurzzeitig musste der Flughafen beide Runways sperren.

Unsere Highlights
Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogenen Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzbestimmungen.

Fahrwerk im Fokus

Gerade in den letzten Jahren häufen sich die Vorfälle in diesem Bereich. Erst im März war eine F-22 auf der Kadena AFB in Japan nach dem Versagen des Bugrads auf die Nase gefallen. Bereits am 22. März 2022 verunglückte eine Raptor bei der Landung auf der Eglin AFB mit einem gebrochenen vorderen Fahrwerk. Wiederum knapp ein Jahr zuvor, am 15. März 2021, gab es ebenfalls in Eglin einen ähnlichen Unfall, als eine F-22 aufgrund einer Luftnotlage landete, und das Bugrad einknickte.

Ältere Maschinen außer Dienst

Auch in der Unfallstatistik der USAF für das fiskalische Jahr 2023 macht die F-22 keine gute Figur: mit neun Vorfällen führt sie die Liste der bemannten Fluggeräte an. Die USA verfügen über 182 Exemplare der Raptor. Davon wollte das Pentagon im Budget-Entwurf für dieses Jahr erneut eigentlich 32 ältere Maschinen des Block-20-Standards außer Dienst stellen. Sie werden derzeit nur für Trainingsflüge genutzt, da ein Upgrade auf das aktuelle Einsatzniveau zu teuer käme. Der Kongress hat der Ausmusterung allerdings zunächst einen Riegel vorgeschoben. Nun will die USAF die Politiker mit dem Versprechen überzeugen, die zu sparenden Geldmittel in Verbesserungen der restlichen F-22-Flotte zu stecken. Ursprünglich sollten sie in das Nachfolgeprogramm NGAD fließen (Next Generation Air Dominance).